Coverbild Großes Sommertheater von Frank Goldammer, ISBN-978-3-423-26216-3

Großes Sommertheater

Roman
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Das Familienroulette:
Einer gibt den Löffel ab!

Der alte, kranke und steinreiche Patriarch Joseph lädt die gesamte Familie in seine Villa an der Ostsee ein. Die Sonne brennt – doch die dicke Luft ist nicht nur der Hitze geschuldet. Josephs Söhne sind seit Jahren zerstritten, die Aussicht auf das Erbe lässt sie aber mit Kind und Kegel anreisen. Da trifft der biedere CDU-Mann Erwin aus Berlin auf den halbseidenen Harald aus Dresden. Uwe, das schwarze Schaf der Familie, hat – unfassbar! – eine attraktive Frau dabei. Die Gästeliste birgt also reichlich Zündstoff, die Stimmung kocht, die Ereignisse spitzen sich zu. Bis es, im wahrsten Sinne des Wortes, knallt.

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Originalausgabe, 240 Seiten, ISBN 978-3-423-26216-3
Autorenporträt
Portrait des Autors Frank Goldammer

Frank Goldammer

Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte ...
Autorenspecial
Special

Frank Goldammer

Erfahren Sie alles über den Bestsellerautor Frank Goldammer und seine historischen Krimis. Mit Videos, Podcasts, Interview, Hintergrundinformationen, Leserstimmen und mehr!

Veranstaltungen

Neukirchen/Erzgeb., 30.08.2019

Lesung/ Gespräch mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Roter Rabe«
Datum:
Freitag, 30.08.2019
Zeit:
19:00 Uhr
Ort:
Gemeindebibliothek
Hauptstraße 77
Goslar , 12.09.2019

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Roter Rabe«
Datum:
Donnerstag, 12.09.2019
Zeit:
18:00 Uhr
Ort:
Weltkulturerbe Rammelsberg
Bergtal 19

Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 10 Euro
Eine Veranstaltung im Rahmen des »Mordsharz Festivals 2019«

Glauchau, 19.09.2019

Lesung mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Roter Rabe«
Datum:
Donnerstag, 19.09.2019
Zeit:
19:00 Uhr
Ort:
Stadt- und Kreisbibliothek Glauchau | Lesesaal
Schloßpl. 5
Erfurt, 21.10.2019

Lesung/ Gespräch mit Frank Goldammer

Frank Goldammer »Roter Rabe«
Datum:
Montag, 21.10.2019
Zeit:
20:00 Uhr
Ort:
Rechtsanwälte Spilker & Coll
Anger 23

Eintritt: 10 Euro, erm. 9 Euro
Karten: in der Buchhandlung Peterknecht, tel. unter 0361 - 24 40 60 oder online.
Einlass: 19:30 Uhr
Eine Veranstaltung im Rahmen des »Krimifestivals Erfurt«.

Pressestimmen

Susann Fleischer, literaturmarkt.info, April 2019
»Ein Hoch auf Frank Goldammer!«

Leserstimmen

Ihre Meinung
»Goldammer hat alle Klischees zusammengebracht, die man sich familiär so denken kann. Der Kunstgriff besteht schon mal darin, dass die drei Jungs von drei verschiedenen Frauen sind und vielleicht daher völlig unterschiedlich. Die Enkel haben alle irgendwie einen Knall – nur die Urenkel eher nicht, sieht man mal vom vierjährigen Rocco und der sechzehnjährigen Linda ab, deren unübersehbare Oberweite... Aber lassen wir das. Die kleine Romanze zwischen Tom und Vanessa wäre so einfach und so natürlich und so schön, aber sind sie tatsächlich verwandtschaftlich so weit entfernt, wie der Stammbaum im Schutzumschlag vorgibt? Die Beschreibung der seltsamen Typen ist schon sehr amüsant, die „virtuellen Leben“ des vierzehnjährigen Tom, die Bemühungen, nur ja nichts arbeiten zu müssen seines Großonkels, die erziehungsunfähige Regina mit dem vierjährigen Nervtöter und die Geschichte des alten Verursachers dieser Inszenierung – alles ein todernster riesiger Spaß mit nachdenklichen Momenten. „Schräg, gemein und alles andere als politisch korrekt“, sei dieser „Familienroman“. Vor allem aber ist er großes Sommertheater, wobei ich politisch Unkorrektes nicht wirklich wahrnehmen konnte. Dichterisch schon fast, wenn der Autor den Gang der Geschichte unterbricht: „Ein Acheta domesticus, ein Heimchen, beginnt zu singen, indem es seine Schrillader unter dem rechten Flügel über die Schrillkante auf dem linken Flügel bewegt und somit das Stridulationsgeräusch verursacht. Als es bemerkt, dass es zu früh ist, zieht es sich beschämt zurück.“ (Seite 17) Okay, hier mutet das schon eher wissenschaftlich und lexikonartig an. Diese Form eignet sich blendend, den Leser mal kurz innehalten zu lassen, wenn ihm im Kopf die Personen durcheinander schwirren. „Es ist zu heiß, zu laut, zu eng, zu teuer, zu sandig, aber genau das ist es! Man möchte da sein. Man möchte immer wieder kommen. Man möchte gar nicht mehr weg.“ (Seite 9) Das galt zwar der Ostsee im Sommer, aber aus dem Sommertheater möchte man erst wieder weg, oder raus, wenn das Finale vorüber ist. Das Stück möchte bitte wenig Pausen haben, soll heißen, ich möchte keine Leseunterbrechungen. Wenn Frank Goldammer eben mal nicht den Spuren eines gewissen Kriminalpolizisten im Nachkriegsdresden folgt, dann lenkt er sich mit solchen Geschichten ab. Und uns, seine Leserinnen und Leser gleich mit.«
ANTWORTEN
»Inhalt: Der Patriarch Joseph hat gerufen und seine Kinder strömen herbei. Erwin, der aalglatte Politiker, Harald der in irgendwelche dubiosen Geschäfte verwickelt ist und Uwe der Hartz4 Empfänger. Gemeinsam mit ihren Familien beginnen sie das Wochenende auf dem Parkplatz einer imposanten Villa, die ihr Vater gerade gekauft hat und bangen schon mal um ihr Erbe. Begrüßt werden sie von Agnes, der neuen Pflegerin Josephs, dessen Gesundheitszustand sich in der letzten Zeit rapide verschlechtert hat, so das er nicht ansprechbar und stinkend in seinem Rollstuhl dahinvegetiert. Meine Meinung: Eine Familie wie eine Naturkatastrophe. Während des Lesen kam ich mir vor wie jemand der den Abgang einer Lawine aus sicherer Entfernung beobachtet, wohl wissend das er sie nicht aufhalten kann und deshalb den Anblick genießt. Mit den gelesenen Worten hatte ich sofort einen Film im Kopf, einen Film über den Sommer am Strand, schmelzendes Eis, schwitzende, fröhliche Menschen zu Beginn und Familientreffen, in denen zwar gesprochen aber nicht geredet wird. Denn die Zwistigkeiten, die die Familien und besonders die Brüder trennt, wären recht leicht aus der Welt zu schaffen würden sie miteinander sprechen und sich nur missgünstig beäugen. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie viele Personen die Familie zählt, aber während des Lesens ist das auch nicht wichtig. Jeder hat seine eigene Geschichte, Erwin zum Beispiel, wird von der Opposition genauso angegriffen wie von den eigenen Parteifreunden, irgendjemand aus seinem Büro gibt Informationen weiter, die nicht für andere bestimmt sind. Seine Tochter Regina kämpft mit der Erziehung ihres 4jährigen Sohnes Rocco, ein aufgewecktes Kerlchen um es mal freundlich auszudrücken. Harald, von dem niemand so genau weiß, womit er eigentlich sein Geld verdient, aber sagt sein Kleidungsstil nicht eigentlich schon alles? Und Uwe, der jüngste Bruder, der seine ganze Energie dafür aufwendet, dem Staat das Geld aus der Tasche zu ziehen, mit einem Bruchteil der aufgewendeten Energie wäre er im Berufsleben sicher sehr erfolgreich.Uwe ist ein Sonderling und Eigenbrödler um so erstaunlicher ist, das er eine absolute Traumfrau an seiner Seite hat. Noch kurz zu Joseph, in Rückblenden wird sein Leben erzählt, das 1923 als Sohn eines Kohlenschauflers begann, der jede Berührung des Kindes vermied um dieses winzige, reine Wesen nicht schmutzig zu machen. Joseph vermisste den Kontakt zu seinem Vater schmerzlich, sogar eine Backpfeife wäre ihm willkommen gewesen, so dachte er, er wäre seinem Vater gleichgültig. In seinem langen Leben erreicht Joseph viel und kann ein stattliches Vermögen anhäufen und dabei umschifft er fast immer alle politischen Gegebenheiten, mit Geschick und einem gewissen Maß an krimineller Energie. Ich vergebe für das Große Sommertheater eine absolute Leseempfehlung, es ist amüsant ohne bemüht witzig zu sein. Frank Goldammer kann also nicht nur Krimis schreiben, die Max Heller Reihe kann ich euch sehr ans Herz legen.«
ANTWORTEN
»Der schöne Schein Familienoberhaupt Joseph lädt seine Familie für ein Wochenende an die Ostsee ein. Sie sollen sich endlich alle aussöhnen. Doch wo so viele Menschen und Generationen aufeinandertreffen, ist Krach quasi vorprogrammiert. Zumal sie alle vom jüngsten Familienmitglied auf Trab gehalten werden. Rocco ist erst 4 aber: „...ein unerzogenes, verwöhntes und vor allem unberechenbares Ekel.“ (S. 22). Auch an diesem Wochenende beweist er, dass er seinem Ruf gerecht wird. Dass Frank Goldammer Krimis schreiben kann, hat er schon bewiesen. Aber kann er auch einen Familienroman? Ja, er kann. Zwar ist „Großes Sommertheater“ ganz anders als erwartet, aber sehr unterhaltsam. Und so ganz kann er es dann doch nicht lassen – das Buch endet mit einem filmreichen Showdown inklusive großem Knall. Dabei fängt alles so idyllisch an. Sommer an der Ostsee: „Es ist zu heiß, zu laut, zu eng, zu teuer, zu sandig, aber genau das ist es! Man möchte da sein. Man möchte immer wieder kommen. Man möchte gar nicht mehr weg.“ (S. 9) Die Familie trudelt nach und nach in Josephs Villa ein. Ach was heißt Villa – Schloss trifft es eher. Hat er etwas das ganze zu erwartende Erbe dafür verprasst?! Der erste Akt kann beginnen, die einzelnen Personen werden vorgestellt. Da wäre z.B. Erwin, der aalglatte korrupte Politiker, dem seine Bestechlichkeit gerade zum Verhängnis wird. Seine Tochter Regina ist die ständig überforderte Mutter des kleinen Teufels Rocco. Womit Erwins Habbruder Harald sein Geld verdient, weiß keiner so genau, aber es scheint nicht auf legalem Weg zu passieren. Noch schlimmer ist nur Uwe, Hartz-IV-Empfänger: „Lieber setzt er seine Ausdauer und seinen Ehrgeiz dafür ein, keine Ausdauer und keinen Ehrgeiz haben zu müssen.“ (S. 90) Die anderen sind geschockt - der abgewrackte Typ hat eine echte Traumfrau dabei. Und dann ist da noch Agnes, Josephs Pflegerin, die sich wie die Hausherrin aufspielt. Welche Rolle wurde ihr zugedacht? „Etwas liegt in der Luft. Jeder spürt, dass dieses Wochenende ganz anders werden würde als gedacht.“ (S. 66) Insgesamt kommen mehr als 30 Personen vor, aber man behält den Überblick. Sehr gut gefallen hat mir, dass sie alle ihre Eigenarten haben und direkt aus dem Leben gegriffen sind. Auch die eine oder andere Situation habe ich so ähnlich schon bei diversen Familienfesten erlebt. Aber Frank Goldammer lässt uns auch hinter die Masken seiner Protagonisten schauen. Denn kaum einer ist, was er zu sein scheint. In Rückblicken erfährt man zudem Josephs Vergangenheit. Seine Geschichte ist auch die Geschichte Deutschlands. 1923 geboren, erlebt er den 2. WK, die Teilung und die Wiedervereinigung. Und fast immer schwimmt er oben auf. Diese Kapitel erinnerten mich an die Max-Heller-Reihe, ich hätte mich nicht gewundert, wenn Heller hier einen Gastauftritt gehabt hätte. Stattdessen hat sich der Autor selbst ins Buch geschrieben, etwas versteckt, aber man erkennt ihn – na, neugierig geworden?! Ohne zu viel zu verraten: So ganz ohne Krimi geht es dann doch nicht. Mit einem Augenzwinkern lässt er alle in die große Katastrophe schliddern. Wenn ich das Buch einordnen müsst, würde ich es wohl als dramatische Komödie bezeichnen – sehr lustig und vor allem zum Ende hin immer spannender.«
ANTWORTEN
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